In der Nacht zum 9. auf den 10. November 1938 brannten wie in Deutschland so auch im Sudetenland die Synagogen. In einer geplanten Aktion gingen die Nationalsozialisten gewaltsam gegen jüdische Einrichtungen, Geschäfte und einzelne Bürger vor. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Tod getrieben und erstmals jüdische Mitbürger zu Tausenden in KZ-Lager verschleppt. In Saaz brannte die Inneneinrichtung der Synagoge aus, weiterer Schaden wurde durch die beherzte Feuerwehr verhindert. Wegen der vielen eingeschlagenen Schaufenster und der landesweiten Planung ging dieses Staatspogrom in den Volksmund als „Reichskristallnacht“ ein.
In Erinnerung an das Schicksal der jüdischen Saazer Mitbürger läd der „Förderverein der Stadt Saaz|Žatec“ gemeinsam mit der jüdischen Gemeinde Teplitz und dem „Verein der Landsleute und Freunde der Stadt Saaz“ regelmäßig zum 9. November zu einem Gedenkakt vor dem Haupteingang der Synagoge in Saaz ein.
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