



Saaz (Žatec), 29. August 2026 – Bei angenehmem Sommerwetter fand im Garten des Restaurants und der Kleinbrauerei „U Orloje“ in der tschechischen Stadt Žatec|Saaz ein Musik- und Unterhaltungsnachmittag unter dem Titel „Musik ohne Grenzen“ statt. Der Veranstalter, der Heimatkreis Saazerland aus München und der Verein der Landsleute und Freunde der Stadt Žatec, bot der breiten Öffentlichkeit nicht nur ein hochkarätiges Musikprogramm, sondern vor allem ein schönes Treffen tschechischer und deutscher Freunde und zeigte, dass Musik Grenzen überwinden kann

Zwei Orchester gestalteten das musikalische Programm. Saaz wurde durch die lokale Formation The Little Bit Band der Musik- und Kunstschule vertreten, während aus Deutschland das Orchester Andreas Königsberger und seine Musikanten anreiste. Beide Bands gewannen im Laufe des Nachmittags die Gunst der Anwesenden, und ihre Auftritte wurden immer wieder mit großem Applaus, teils sogar mit Ovationen, belohnt.
Die Veranstaltung wurde vom Organisationsteam unter der Leitung von

Die tschechische Moderation übernahm Petr Šimáček, während Jiří Vent den deutschen Teil des Programms moderierte und dolmetschte. Neben den musikalischen Darbietungen bereiteten sie für die Besucher auch Wettbewerbe rund um die Themen Hopfen und Bier vor – Themen, die für Saaz typisch sind und gleichzeitig den tschechischen und deutschen Teil des Programms ganz natürlich miteinander verbanden. Auch Fragen zur Geschichte der beiden Musikensembles durften nicht fehlen. Zudem gab es Interviews mit den Leitern beider Orchester, die ihre Ensembles, deren Geschichte und ihr aktuelles Wirken vorstellten.
Petr Šimáček vorbereitet und vom Verein der Landsleute und Freunde der Stadt Saaz (Spolek rodáků a přátel města Žatce) durchgeführt mit . Der gesamte Nachmittag verging in einer freundlichen und entspannten Atmosphäre und lockte rund 200 Zuschauer an.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war das Dankeschön des Kapellmeisters Andreas Königsberger, der die Arbeit der Organisatoren würdigte und seine Freude über das gelungene Treffen tschechischer und deutscher Musiker sowie ihrer Zuhörer zum Ausdruck brachte. Ein besonderer Dank ging auch an das anwesende Publikum, das er für seine Begeisterung und den großen Applaus lobte.
„Musik ohne Grenzen“ in Saaz wurde so zu einem glänzenden Beispiel dafür, wie ein gemeinsames Kultur- und Musikprogramm Menschen von beiden Seiten der Grenze ganz natürlich zusammenbringen kann. Die freundliche Atmosphäre, das gemeinsame Interesse an der Musik und die Begegnungen zeigten, dass die deutsch-tschechische Zusammenarbeit einen festen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben einnimmt.

Ähnliche Veranstaltungen sind ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen, zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Pflege der Freundschaft zwischen Tschechen und Deutschen. Gerade durch Kultur, Musik und persönliche Begegnungen entstehen Beziehungen, die über viele Jahre Bestand haben können.
Die Veranstaltung „Musik ohne Grenzen“ bot somit nicht nur einen angenehmen Sommernachmittag voller Musik und Unterhaltung, sondern bestätigte vor allem, dass Musik tatsächlich keine Grenzen kennt.














Datum: 3. Juni 2026
Ort: Postelberg (Postoloprty) und Saaz (Žatec)
Der 3. Juni war für mich als Vorsitzende unseres Fördervereins ein zutiefst bewegender Tag. Ich durfte mit der Beauftragen der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Frau Birgit Unfug an mehreren Gedenkveranstaltungen teilnehmen, die nicht nur die schmerzhafte Geschichte unserer Region beleuchteten, sondern vor allem ein starkes Zeichen für Frieden, Brückenbauen und Verständigung setzten.
Der Marsch der Versöhnung in Postelberg

Mein Tag begann in Postelberg, wo ich mich dem traditionellen „Marsch der Versöhnung“ anschloss. Es war ein ergreifendes Gefühl auf der Seite von Prager Erzbischof Jaroslav Přibyl mit jungen Studenten und Schüler aus der Tschechischen Republik so vielen Menschen aus Deutschland der Opfer der tragischen Nachkriegsereignisse von 1945 zu gedenken. Der gemeinsame Weg hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig das aktive Erinnern für unsere gemeinsame Zukunft ist.
Stilles Gedenken an den Erinnerungsorten in Saaz
Nach dem Marsch führte mich der Weg zurück nach Saaz. Hier hatte ich die große Ehre, die kommenden Gedenkmale gemeinsam mit dem Botschafter, Herrn Botschafters der BRD Herrn Dr. Peter Reuss und Frau Birgit Unfug von der Sudetendeutschen Landsmannschaft Orte zu besuchen:


Kraftvoller Abschluss: Die Versöhnungsmesse
Den feierlichen und spirituellen Höhepunkt des Tages erlebte ich am Spätnachmittag in Saaz. Ich nahm an der heiligen Versöhnungsmesse teil, die vom Erzbischof von Prag, Seiner Eminenz des Erzbischofs von Prag Jaroslav Přibyl, zelebriert wurde. Seine Worte über Vergebung, den Mut zum Dialog und das christliche Miteinander in Europa haben mich tief berührt und wirken in mir nach.

Dieser Tag hat mir persönlich gezeigt, wie lebendig die Versöhnungsarbeit vor Ort ist. Für unseren Förderverein nehme ich die Ermutigung mit, weiterhin unermüdlich an den Brücken der Freundschaft zwischen unseren Völkern zu bauen.
Otokar Löbl
Weitere Impressionen





















Als wir am Morgen in Brno ankamen, lag schon dieses besondere Gefühl in der Luft: der erste Sudetendeutsche Tag in der Tschechischen Republik. Von den tschechischen Gegendemonstranten, die von Nationalisten aufgeheizt wurden, merkten wir kaum etwas. Diese hatten eine Demonstration in der Mitte der Stadt angemeldet. Die Erinnerung und das Wissen, dass man an diesem Ort Menschen begegnet, die dieselben Wurzeln teilen, beflügelte uns. Noch bevor die Hallen richtig gefüllt waren, bauten wir unseren Stand auf. Zwischen Bannern, Infomaterial und Gesprächen richteten wir auch unsere Ausstellung „Der Ackermann und der Tod“ ein, die viele Besucherinnen und Besucher schon von weitem anzog. Die alten Texte, die kunstvollen Darstellungen und die Geschichte dahinter wirkten wie ein Magnet; immer wieder blieben Menschen stehen, vertieften sich in die Tafeln und kamen mit uns ins Gespräch.
Aus unserem Stand, den wir gemeinsam mit dem Heimatkreis Saaz, der Betreuerin Frau Birgit Unfug und dem Saazer Heimatmuseum mit den Vorsitzenden der Museumsstiftung, Herrn Veit Illing hatten, wurde ein kleines Stück dieser Geschichte der Deutschen aus Saaz sichtbar – nicht nur für jene, die Saaz kannten, sondern auch für viele, die zum ersten Mal davon hörten.

Im Laufe des Tages wurde unser Stand zu einem lebendigen Treffpunkt. Es besuchte uns der Innenminister der BRD Herr Alexander Dobrindt und der Botschafter der BRD in Prag Herr Dr. Peter Reuss und viele andere prominente Besucher von Organisationen und Vereinen. Menschen erzählten uns von ihren Familien, von Erinnerungen an Saaz oder an das Egerland, manche brachten sogar alte Fotos mit. Besonders die Ausstellung „Ackermann und der Tod“ löste viele Gespräche aus. Einige kannten das Werk aus ihrer Schulzeit, andere entdeckten es völlig neu. Es war schön zu sehen, wie Literatur, Geschichte und persönliche Erzählungen ineinanderflossen und wie sehr die Besucherinnen und Besucher sich dafür interessierten. Für uns war das ein Zeichen, wie wichtig Erinnerungskultur und kultureller Austausch weiterhin sind.

Zwischendurch nutzten wir die Gelegenheit, selbst durch die Hallen zu gehen. Die Ausstellungen, die Musik, die Vorträge – alles trug dazu bei, dass dieser Tag nicht nur informativ, sondern auch emotional war. Immer wieder trafen wir bekannte Gesichter, aber auch neue Kontakte, mit denen wir über mögliche gemeinsame Projekte sprachen. Besonders im Bereich digitale Archivierung und Zeitzeugenarbeit entstanden spannende Ideen, die wir sicher weiterverfolgen werden.
Als am Nachmittag das Licht durch die hohen Fenster fiel und die Besucherströme langsam abebbten, hatten wir das Gefühl, dass dieser Tag uns als Verein ein Stück weitergebracht hat. Unser Stand war nicht nur ein Ort der Präsentation, sondern ein Ort der Begegnung geworden. Die vielen Gespräche, das Interesse an unserer Arbeit und die Resonanz auf die Ausstellung gaben uns neue Motivation.
Auf dem Heimweg waren wir müde, aber erfüllt. Brno hatte uns nicht nur eine Veranstaltung geboten, sondern einen Tag voller Eindrücke, die uns noch lange begleiten werden. Und wir wussten: Auch im nächsten Jahr werden wir, dann in Nürnberg, wieder dabei sein – um Kooperationen zu vertiefen, unsere Projekte weiterzuführen und die Erinnerung an Saaz lebendig zu halten.
Otokar Löbl, Vorsitzender des Fördervereins der Stadt Saaz
Weitere Impressionen aus Brünn










—
POZVÁNKA – Einladung zur Ausstellung der Ackermann und der Tod im in der Saazer Handels Akademie und Landwirtschaftsschule von 12.-20. Mai 2026. Vernissage am 12.Mai umd 14:00 Uhr


Chanukka in Prag. Auf Einladung des Botschafters des Staates Israel in Prag Herrn Amir Weissbrod, hat der Vorsitzende des Förderverein Saaz Otokar Löbl aus Frankfurt und der Vorsitzender der Landsleute von Žatec Petr Šimáček aus Prag an der festlichen Chanukka-Feier am 15. Januar 2026 in Prag teilgenommen.

Die offizielle Residenz des israelischen Botschafters in Prag befindet sich in einer historischen Villa im Stadtteil Bubeneč.

Im Mittelpunkt der Feier stand das Entzünden der Chanukkia, des neunarmigen Leuchters, der an das Wunder des Lichterwunders im Tempel von Jerusalem erinnert.
Die Gäste genossen typische Chanukka-Speisen wie Latkes (Kartoffelpuffer) und Sufganiyot (gefüllte Krapfen), die an die Ölgeschichte erinnern, sowie Humus und andere israelische Spezialitäten, es fehlte auch nicht israelischer Wein.
Die Feier bot nicht nur eine Gelegenheit, die jüdischen Wurzeln und Bräuche zu pflegen, sondern auch den interkulturellen Austausch zu fördern. Viele Besucher nutzten die Chance, mehr über die Bedeutung von Chanukka zu erfahren und die Gemeinschaft in Prag zu erleben.

Besonders wertvoll war die Möglichkeit, in diesem offiziellen Rahmen Menschen aus verschiedenen Bereichen kennenzulernen – von Diplomatie über Kultur, wie den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Herr Dr. Peter Reuss, den Botschafter der USA, Herrn Nicholas Merrick und weitere Mitglieder des diplomatischen Chors in Prag, bis hin zu engagierten Mitgliedern der Gemeinde. Die Chanukka-Feier wurde so zu einem Ort des Dialogs und der Vernetzung, der weit über das reine Fest hinauswirkte.
Insgesamt war die Chanukka-Feier in Prag ein gelungenes Fest des Lichts, das Hoffnung und Zusammenhalt in der winterlichen Jahreszeit symbolisierte.